Weinnasen Pilgerreise 2004

In Gottes Hand durch's Weite Wein-Land!


10.10.2004

Zwischenbericht einer pilgernden ollen Weinnase!

Es kommt m.E. gar nitt >so< darauf an, wie ein Leben endet. Viel mehr, was das Erlebte dem "Reisenden" gebracht hat. Und wie er reflektiert hat!
Mein Leben hat mir -seit Kindheitszeiten- Genuß gebracht. Und erst im Alter die Zufriedenheit; in Demut und Bescheidenheit.

Die Freiheit, nur anzusehen -zu erleben- wo und was mir gefiel, daß war schon >so< sehr viel. Viel an Wünschen blieb mir dadurch nicht offen. Nur zu hoffen, daß es nie enden möge. Die meinige, besondere Freundschaft mit dem >Guten und Reinen< !
Als steter Reisender und Wanderer in allen Genuß-Welten blieb ich neugierig genug und "offen". Den Menschen, anthroprozentrisch zugeneigt. Und wie es sich so nun -wieder- zeigt, war es wieder an der Zeit, einen neuen Weg zu gehen. Sich die Welt als Pilger/Büßer anzusehen: Mit "Milden Gaben" lernen umzugehen! Meine Rolle als einst potenter "Geber" nun als "fröhlicher Nehmer" zu sehen, lernen "anzunehmen"!

Und damit meine ich auch die Fehler, Ignoranz und Fehlerwütigkeit durch Dummheit, Intoleranz und Ungerechtigkeit; Hasss und Voreingenommenheit.
Am Ende meiner Reise, hoffe ich auf diese Art & Weise, besser mit der in mir herrschenden Aggressivität umzugehen. Ich denk', dafür ist diese "tippelnde" Pilgerreise eine heilsame Erlebensweise. Eine für mich extrem belastenden "Reise"; kein "sentimental journey"!

Und es gehört zu mir, mir "Dinge" zu erlauben, die andere Zeitgenossen erfüllt mit "Grauen"; oft Unverständndis, meist Unglauben in mein "Wollen". Dabei kann ich sagen, ich hab' mir Zeit und Genuß genommen. Bin dadurch auch viel rum- und hingekommen wo mir bislang "Unbekanntes" war: Grenzen überschreiten, neue Grenzen finden.

Das war das Wort zum Sonntag, meine "Predigt" in "meinem Gottesraum", der "Freien Natur", die sich schmückt mit einem herbstlich-bunten Farbenkleid! Mit diesem Blick, vergeht -fast- mein "Fußleid" und Fröhlichkeit kommt -trotz meiner gelobten Nüchternheit- so frühmorgens auf:
Steh' auf Pilger, steh auf und lauf sehr leise, auf bescheidene Weise!

Also... so steht's, so geht's wieder -immer heiter- auf meiner vor 1 Woche begonnenen Pilger-Reise, auf meine besondere Art und Weise, weiter. Längs der schönsten europäischen Weinanbaugebiete. Mir längst bekannt durch manch' "Gute Flasche" des typischen Weines aus Wingerten, längs des Flusses Rhein.

Nun, den Spruch kennt ihr ja: "Der Mensch denkt. Und Gott lenkt!"
Wohin so genau des Weges ich werd' nun weiterziehen, heitere Lieder pfeifen, des Abend's und "bey Zeiten" zur Muschel (= TASTEVIN !) greifen, heißt für mich >pralles Leben<; so uneingeschränkt!
Ich hoff', IHR werdet's mal selber >so< begreifen. Pilgern läßt den "verlorenen gegangenen Bruder" in uns reifen!
Und auch für dies Elaborat wird -irgendwann und evtl.- (oft sehr schnell) die Echte Freundin, Barbara Becker, in'ne Tasten greifen und so bloggen/mailen. Damit ihr seht, wo und wie -bei welchem Weine- ich tat gern für eine Nacht -im bescheidenen Weinnasen-Nachtasyl- verweilen.

Nur gut, datt ich mit www.weinnase.de auch im Park und Weinnase-unter-der-Brücke@gmx.de geübt habe; auch zu hoffen, mir würde -gastfrei wie ich's mal war und bleibe- aufgemacht für 'ne Bleibe!
Viele -nettgemeinte- Angebote aus Wiesbaden, Heilbronn, München und auch aus der Schweiz vermag ich nicht zu nutzen. Zu weit liegen sie von meinem geplanten Pilger-Verlauf ab des weiten Weges (von ca. 2.400 km abzügl. ca. 240 = 10% = geleistete Kilometer) in diesen ersten, ungeholfenen Tippel-Tagen.

Ich bedank mich aber herzlich und mit: "bis die Tage mal"! Ist ja noch nicht aller Tage Abend - "wenn Weinnase kommt" - geworden!
>Und ein "Vergelt's Gott" an die Wf., die mich christlich-weinfreudig in's Asyl, für 'ne olle Weinnase auf Pilgerschaft, am Rhein bislang, aufgenommen haben.

So, mehr bleibt nun nitt mehr >so< zu sagen, außer... ich will's weiter wagen!

Eure olle Weinnase,
als Pilger -beschwehrlich aber (ehrlich gern) wieder...
on the road again!

NS: Mal sehen, wenn ich klopfe, wo man(n) mir auftut den Weinkeller. Ne echt "nette Bleibe" für's Nächtle im Schlafsack ist ja schön, aber... ob sich datt für'n Pilger, wie ich's bin, schickt??!


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